Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna"
Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Sächsische Schweiz-Osterzgebrige unterstützt die Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" bei Ihren Kampf für die Linden am Schlosshang!
Dokumente
Mittwoch, 9. Juni 2010
Informationen rund um das Vorhaben
- Dateien
Bestand.pdf461 K
Planung.pdf327 K
Gutachten_Dr._Weiss.pdf0.9 M
Unterschriftenliste.pdf501 K
Aktionspicknick Linden erhalten!!!
Es finden ab sofort jeden Montag, 19:00 Aktionen an den Linden statt.
Die Bürgerinitiative hat ab sofort eine eigene Homepage:
www.schlossberglinden-pirna.de
Bürgerforum Schlossberglinden
Donnerstag, 2. September 2010
Der neue Termin für das geplante Bürgerforum zur Thematik “Lebensraum Schlossberg – Linden retten” steht: es wird am Donnerstag, dem 09.09.2010 um 19:30 Uhr, im Gemeindesaal in der Schlossstraße 1 (Pirna), stattfinden.
Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" lädt zu der Veranstaltung ein. Es wird ein offenes Podium sein, wo gemeinsam mit Vertretern der Stadt, mit Gutachtern und Planern, Naturschützern und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern über die Gestaltung des Schlosshanges und insbesondere zur Schloßtreppe diskutiert wird.
Mitglieder des Grünen Kreisverbandes werden an dieser Veranstaltung ebenfalls teilnehmen. Wir als Grüne laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein sich am von der Bürgerinitiative organisierten Forum zu beteiligen und Anregungen, Ideen und Meinungen mit einzubringen.
Der Veranstalter behält sich als Hausherr das Recht vor, Personen mit rechtsextremistischer Gesinnung von der Veranstalrung auszuschließen.
762 Unterschriften für Pirnas Schlosslinden übergeben
Freitag, 30. Juli 2010

Imke Günther (li.) von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“ übergibt Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke die Unterschriftenlisten. Foto: Daniel Spittel

Berichterstattung der DNN - siehe Anhang/Bild
Berichterstattung der Sächsischen Zeitung, Lokalteil Pirna, 30.07.2010:
762 Unterschriften für Pirnas Schlosslinden übergeben
Imke Günther (li.) von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“ übergibt Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke die Unterschriftenlisten. Foto: Daniel Spittel
Die Liste der Menschen, die sich für den Erhalt von Pirnas Schlosslinden einsetzen, ist lang. Gestern übergab Imke Günther von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“ 762 Unterstützungsunterschriften an Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos). Sie schenkte ihm auch ein Bild. Es zeigt das Wappen von Pirna und enthält die symbolträchtige Aufforderung, den Baum zu ehren, der einem Schatten spendet.
OB Hanke bedankte sich bei den Vertretern der Initiative. Er freue sich über das bürgerschaftliche Engagement, sagte er, auch wenn er in der Sache anders plädiert und sich wie eine Mehrheit im Stadtrat für die Rodung der rund 100 Jahre alten Allee am Schlosshang ausgesprochen hatte. Die Stadt will dort neue Linden pflanzen lassen. Die Baumschützer halten das aber für Unsinn und wollen sich weiter für den Erhalt der alten Bäume einsetzen. Sie haben inzwischen mehrere Anträge an den Pirnaer Stadtrat gestellt, um die Fällungen zu verhindern. (SZ/alm)
Protest gegen Baumrodung geht an OB
Donnerstag, 29. Juli 2010
Am Montag, 16. August, 19.30 Uhr findet im Kirchgemeindehaus St. Marien, Schlossstraße 1 in Pirna, das im Artikel angesprochene Bürgerforum statt. Nähere Informationen zur Veranstaltung folgen.
Protest gegen Baumrodung geht an OB
Von Alexander Müller, Sächsische Zeitung, Lokalteil Pirna, 29.07.2010
Die Stadtverwaltung will die Lindenallee am Hang des Schlossbergs fällen. Anwohner befürchten Erdrutsche als Folge davon.
Die vom Pirnaer Stadtrat beschlossene Rodung der Lindenallee am Schlosshang sorgt weiter für Unmut in der Stadt. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“ macht deshalb weiter mobil gegen diese Pläne. Im Juni war entschieden worden, dass im Zuge der Schlosshangaufwertung die meisten der etwa 100 Jahre alten Bäume weichen und dafür neue Linden gepflanzt werden sollen.„Es geht bei dieser Frage ja nicht nur allein darum, diese alten Bäume zu erhalten“, berichtet Imke Günther von der Bürgerinitiative. „Wir befürchten auch eine persönliche Gefahr für die Anwohner unterhalb des Berges.“ Wenn es, wie in den vergangenen Tagen, sehr stark regene, dann könnte der Hang ohne die Bäume vielleicht nicht mehr ausreichend Halt haben. „Dann könnte es zu einer Schlammlawine, ähnlich wie jetzt in Königstein, kommen“, erklärt Imke Günther.Diese Ängste seien keine Panikmache. Auch andere Anwohner berichten gegenüber der SZ von einer solchen Gefahr. Als vor etwa 100Jahren die jetzige Lindenallee angelegt worden war, sei es in der Zeit danach auch immer wieder zu solchen Vorfällen gekommen. Da die jungen Bäume noch nicht so tief im Erdreich verwurzelt waren, boten sie diesem auch noch keinen großen Halt.„Das alles ist generell kein Zustand“, erläutert Imke Günther. Es gäbe kein wirkliches Konzept, alles sei noch offen. Und das, obwohl die Bauarbeiten am Hang schon liefen. Die Bürgerinitiative gibt deshalb längst noch nicht auf. Heute wird sie im Rathaus erst einmal die 762Unterschriften, welche im Juni binnen weniger Tage gegen die Rodung gesammelt wurden, offiziell an Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) übergeben. Darüber hinaus ist geplant, im Stadtrat einen oder mehrere Einwohneranträge zum Thema zu stellen. „Damit wollen wir erreichen, dass die geplanten Maßnahmen weiter geprüft werden“, sagt Imke Günther. Außerdem soll es bald auch ein Bürgerforum dazu geben, mit einer breiten Diskussion, bei der auch Experten zu Wort kommen.
Rückblick, Treff an den Linden 19.07.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Am Montag trafen sich wieder die Unterstützer der Pirnaer Linden.
Vertreter der Bürgerinitiative informierten über den neuesten Stand der Dinge und besprachen das weitere Vorgehen. Andreas Fußy und Karsten Skupin nahmen als Vertreter des Kreisverbandes teil. Auch Gottfried Mann vom BUND war gekommen, um seine neusten Erkenntnisse mitzuteilen. Nach Gesprächen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und den Naturschutzbehörden ist klar, dass das Aus der Linden noch lange nicht feststeht.
Am 29.07. haben Vertreter der Bürgerinitiative einen weiteren Termin im Rathaus. Neben der Übergabe von Unterschriften Pirnaer Bürger und Bürgerinnen an Oberbürgermeister Hanke, wird über das Vorgehen der Stadt gesprochen werden. Viele Dinge sind unklar und es fehlt an der notwendigen Transparenz.
Am 07.08. lädt Eva Jähnigen (MdL) im Rahmen der Pirnaer Hofnacht zu Lesungen und einem Gespräch im Anschluss unter den Linden ein. Informationen dazu hier.
Weiterhin wird in der 33. Kalenderwoche (16.08-20.08.) eine Informationsveranstaltung stattfinden zu der alle Stadträte und Entscheidungsträger eingeladen werden. Gemeinsam sollen Bauvorhaben und entsprechende Maßnahmen erörtert werden. Klar ist, dass endlich "Licht ins Dunkle" kommen muss. Nicht nur die Linden stehen auf dem Spiel. Die gesamte Finanzierung des Projektes steht auf wackeligen Füßen. Der genaue Termin/Ort wird noch mitgeteilt.
Dass Könige ihr Schloss ohne das Volk planen war doch früher mal ...
Freitag, 16. Juli 2010
Leserbrief zum DNN-Interview am Donnerstag: Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“
Ich begrüße es außerordentlich, dass sich die Pirnaer Bürgerinnen und Bürger rund um Imke Günther, Elvira Koll und Birgit Munser in der Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna“ engagieren. Bürgerschaftliches Engagement ist sehr wichtig! Als Grüne Kreisvorsitzende und als Pirnaerin liegen mir die Linden auch sehr am Herzen! Deshalb unterstützen ich und die Grünen auch den berechtigten Protest der Bürgerinitiative. Auch wenn der Stadtrat bereits einen Entschluss gefasst hat, ist noch nichts verloren! Ich frage: Wo sind die Genehmigungen des Naturschutzes? Wo sind die Genehmigungen des Landesamtes für Denkmalpflege? Wo ist die Weitsicht, die es braucht um zu erkennen, wie wichtig die wunderschönen Linden für das Pirnaer Stadtbild und den Charme des Schlosshanges sind? Wo ist die Verantwortung der Stadträte für den Klimaschutz? Die Bürgerinitiative hat Recht, wenn sie von mangelnden Informationen und vor allem von mangelnder Kommunikation seitens der Stadtverwaltung spricht. Es fehlt die nötige Transparenz im Prozess um die Linden und die weitere Gestaltungsplanung des Schlosshanges. Ebenso wäre eine Klarheit bezüglich der für das Schloss fließenden Fördergelder wünschenswert, die der Altstadtsanierung verloren gehen. Dass Könige ihr Schloss ohne das Volk planen war doch früher mal ...
Maria Giesing, Kreisvorsitzende B/90 Die Grünen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Der Baum im Stadtwappen ist Verpflichtung
Donnerstag, 15. Juli 2010

Birgitt Munser, Elvira Koll und Imke Günther (v.l.) von der Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" wollen die Schlossberglinden retten.Foto: Silvio Kuhnert
Der Baum im Stadtwappen ist Verpflichtung
DNN-Interview am Donnerstag: Heute mit der Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna"
von Silvio Kuhnert, Dresdner Neueste Nachrichten, Ausgabe vom 15. Juli 2010
Pirna. Die Stadt Pirna plant, neun Linden an der Schlosstreppe zu fällen. Nach der Sanierung der Treppe will sie 22 neue Bäume pflanzen. Gegen die geplante Baumfällung regt sich Protest. Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" will die über 100 Jahre alten Schlossberglinden retten. Sie hat bereits 762 Unterschriften für den Erhalt der Linden-Allee gesammelt. Im DNN-Interview sagen Birgitt Munser, Elvira Koll und Imke Günther von Bürgerinitiative, warum die Bäume stehen bleiben müssen und wie sie die Linden retten wollen.
Frage: Was ist die Initiative "Lebenswertes Pirna"?
Elvira Koll: Wir sind eine Gruppe von Pirnaer Bürgern, die das Ziel haben, unsere Stadt lebenswert zu erhalten. Uns gibt es seit nunmehr einem Jahr. Wir haben uns zusammengeschlossen, als der erste Bauabschnitt zur Schlosshangneugestaltung im Stadtrat beschlossen wurde.
Imke Günther: Jeder hat seine individuelle Motivation für sein Mittun. In der Initiative engagieren sich Anwohner, Bürger der Stadt oder einfach nur Menschen, die diesen Ort für ihre Kinder und Enkelkinder herhalten wollen.
Sie haben sich wegen der geplanten Neugestaltung des Schlossberghanges gegründet. Was ist Ihr konkretes Ziel?
Imke Günther: Unser Credo ist der Spruch, der über dem Stadtwappen an einem gusseisernen Gitter an der Langen Straße 13 steht: "Man muss den Baum in Ehren halten, von dem man Schatten hat." Wir haben einen Baum im Stadtwappen, was ebenfalls eine Verpflichtung für uns darstellt. Es wäre aber zu kurz gefasst, dass es uns nur um den Erhalt der Bäume geht. Es drängen sich mehrere Themen auf. Zum einem geht es um den Umgang der Stadtverwaltung mit dem Bürger. Informationen kommen immer sehr spät. Wir werden mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt. Es gibt außerdem wenig Mitspracherecht.
Elvira Koll: Es ist unbestritten, dass die Sanierung des Schlosses für Pirna eine schöne Sache ist. Wir begrüßen sie ausdrücklich. Wir stehen auch voll und ganz dahinter, dass das Umfeld einer Pflege und Verschönerung unterzogen wird. Womit wir aber nicht einverstanden sind, ist die Art und Weise, wie das vonstatten geht. Wir wollen mehr Mitsprache bei Fragen der Gestaltung plus eine sinnvolle Pflege des Schlosshanges.
Was ist Ihr konkrete Kritik?
Imke Günther: Man bekommt von der Stadtverwaltung permanent den Eindruck vermittelt: Lasst uns in Ruhe unsere Arbeit vollziehen, wir machen schon das Beste für euch. Ich vermisse die Bereitschaft zu einer ergebnisoffenen Diskussion, einer Debatte, bei der ernsthaft über das Konzept und seine Alternativen gesprochen wird und Argumente angehört und ausgetauscht werden.
Birgitt Munser: Wir vermissen eine konzeptionelle Grundlage. Aus Sicht der Bürger vollzieht die Stadt hier ein scheinbar willkürliches Agieren im Gelände. Den Stadträten werden immer nur Einzelmaßnahmen zur Abstimmung vorgelegt. Und so, wie diese Einzelschritte auf der Tagesordnung stehen, kommen sie auch an die Öffentlichkeit. Eine grundlegende Debatte, wie der Schlosshang einmal aussehen soll, gab und gibt es nicht.
Zu ihrem Vorwurf, die Stadt habe kein Konzept: Der Plan ist doch, den Schlosshang wie vor hundert Jahren zu gestalten. Als Vorbild dient eine Postkarte von 1914.
Elvira Koll: Das müsste man vielleicht erst einmal diskutieren, ob das ein Konzept ist, was von den Bürgern angenommen wird. Hier wird eine Postkartenansicht zum ästhetischen Dogma erhoben, nach dem Motto: Das war schön, das wollen wir wieder haben. Da könnte auch jemand kommen und sagen, wir wollen in Pirna wieder das Mittelalter einführen. Jede Zeit hat aber ihre eigenen Erfordernisse.
Was für Erfordernisse meinen Sie?
Elvira Koll: Sicher standen hier am Hang früher keine Bäume, weil man von der Festung ein freies Schussfeld brauchte. Aber die Zeiten ändern sich. Für uns ist es heute wichtig, ein lebenswertes Umfeld zu haben. Gerade angesichts von derzeit über 36 Grad Celsius Außentemperatur existiert hier Dank der über 100 Jahre alten Bäume ein angenehmes Kleinklima. Außerdem lag bis Dienstag im Rathaus ein Lärmaktionsplan aus. Laut ihm sind in Pirna viele Menschen erhöhten Lärmpegeln durch die Bundesstraße und die Eisenbahntrasse ausgesetzt. Der jetzige Baumbestand am Schlosshang ist ein Garant für eine Ruheoase mitten in der Stadt.
Sie haben für den Erhalt der Schlossberglinden 762 Unterschriften gesammelt. Warum müssen aus Ihrer Sicht die Bäume stehen bleiben?
Elvira Koll: Der Erhalt eines vitalen Großbaumes ist ein Wert an sich. Ein Baum ist ein Lebensraum. Ich habe zwar die Bodenbeschaffenheit nicht untersucht. Es ist meiner Meinung nach aber davon auszugehen, dass die Bodenmächtigkeit nicht so stark ist und sich darunter Felsen befindet. Die Wurzeln der jungen Bäume können der Bodenschicht nicht den Halt geben, wie das Wurzelwerk der alten Linden. Ich sehe die Gefahr von Bodenerosion gegeben. Außerdem benötigen die jungen Bäume einige Jahre, um ein überlebensfähiges Wurzelwerk zu bilden. Bei solchen Temperaturen, wie sie jetzt vorherrschen, müssen sie gewässert werden. Dann stehen die 22 neuen Linden viel zu eng. Sie müssen permanent auf Kopf geschnitten werden. Enorme Kosten für die Pflege sind die Folgen.
Jetzt gibt es die Stadtratsentscheidung. Wie wollen Sie dagegen vorgehen?
Birgitt Munser: Wir treffen uns jeden Montag, 19 Uhr. Seit einer Woche haben wie eine eigene Homepage, auf der wir über unser Anliegen und Veranstaltungen informieren. Außerdem werden wir alle rechtlichen und friedlichen Mittel in Bewegung setzen, um die Fällung der Schlossberglinden zu verhindern.
Das Gespräch führte
Silvio Kuhnert
iwww.schlossberglinden-pirna.de
- Links
- epaper.lvz-online.de/cgi-bin/eZeitung/ezeitung/index.html
- www.schlossberglinden-pirna.de
Wird das Sägen zum Fluch?
Donnerstag, 1. Juli 2010
Wird das Sägen zum Fluch?
29.06.2010, Pirnaer Rundschau
Vom Streit um den Erhalt von Linden an der Schlosstreppe
Im Zuge der Sanierung und des Um-baus von Schloss Sonnenstein zum neuen Verwaltungszentrum des Landkreises nimmt die Stadt auch eine Neugestal-tung des Schlossberghanges vor. Die Entscheidung über den Umgang mit den Linden beidseitig der Schlosstreppe war vergangene Woche Thema im Stadtrat. Dieser hat sich mit dreizehn Ja-Stimmen, acht Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen für die Fällung von neun rund hundertjährigen Linden ausgesprochen. Die Linden befinden sich in der „Alterungsphase“, die allerdings bei Linden bis zu einem Alter von 1.000 Jahren andauern kann.
Stattdessen sollen 22 neue Linden gepflanzt werden. Dabei stehen allerdings notwendige Genehmigungen und gegebenfalls Gutachten aus. Als klare Befürworterin des Erhalts im Stadtrat, sprang Stadträtin Franziska Kuhne (Bündnis 90/Die Grünen) am deutlichsten gegen die Abholzaktion in die Bresche. Doch ihre Argumente konnten die Mehrheit des Stadtrates nicht umstimmen. Die Fällung der ortsbildprägenden Linden ist in der Öffentlichkeit inzwischen heftig umstritten. Und den Befürwortern des Erhalts gelingt es zunehmend, die breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Rund 800 Bürger haben sich bereits spontan in einer Liste für den Erhalt der Linden eingetragen. Und das ist wohl erst der Anfang. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna” führte vergangenen Sonntag bereits das zweite „Protest-Kaffeetrinken unter den Linden” durch und wird inzwischen bereits offen von der Seniorenvertretung Pirna, dem BUND und Stadträten mehrerer Parteien unterstützt. Die Argumente für den Erhalt der Linden fallen bei vielen Bürgern inzwischen auf fruchtbaren Boden: Wertvolle, über 100jährige Linden mit großem Kronenvolumen, die das Bild des Schlossberges prägen, werden vernichtet. Der Schlossberghang ist Landesgartendenkmal und sollte ebenso wie die schön sanierte Innenstadt nach dem denkmalpflegerischen Grundsatz „Erhalten/Bewahren/Konservieren“ behandelt werden.
Die Linden mit großen Wurzelballen und die Grasfläche befestigen inzwischen den Hang. Nach einer Fällung der Bäume und Entfernung der Grasnarbe wird befürchtet, dass es bei Starkniederschlägen zu massiven Erdrutschen kommen könnte. Die Stadt könnte zudem bei Erhaltung der Bäume Geld sparen. Die Kosten für Fällung, Neupflanzung und Aufzuchtpflege sowie die Kosten für Ersatzpflanzungen laut der Pirnaer Baumschutzsatzung sind erheblich. Vorbehaltlich eines Gutachtens, werden zudem geschützte Tiere in und auf den Linden vermutet, die einer Fällung „im Wege stehen“. Kein Wunder also, dass regionale Tageszeitungen bereits vom „Kettensägenmassaker” und vom „Kampf um die Linden-Allee” schrieben. Als weiteres Vorgehen der Bürgerinitiative „Lebenswertes Pirna” ist im August eine Bürgerversammlung geplant, auf der Pirnaer Bürger ihre Meinung äußern können und die Stadtverwaltung gebeten wird, die Planungen zu erläutern. Es bleibt zu hoffen, dass es für eine sachliche Auseinandersetzung nach dem eindeutigen Stadtratsbeschluss nicht schon zu spät ist.
T/F: Steffen Dietrich
Unterschriftensammlung
Sonntag, 20. Juni 2010
Am Samstag sammelten wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" innerhalb von 3 Stunden mehr als 200 Unterschriften für den Erhalt der Linden am Pirnaer Schlosshang!
Der Widerstand und der Protest der BürgerInnen ist gewaltig! Viele BürgerInnen sagten spontan Ihre Unterstützung zu und wollen auch in den kommenden Wochen den Protest aktiv unterstützen.
Unterschriften sammeln ist weiterhin möglich! und nötig! Die Unterschriftenliste steht im Anhang als Download zur Verfügung! Die Listen werden gesammelt bei:
Kopielot
Schloßstraße 3
01796 Pirna
Öffnungszeiten von 9 bis12 und 13 bis 19 Uhr
Bitte die Listen bis Di, 12:00 im Kopielot abliefern, damit die Unterschriften bei der Stadtratssitzung am Dienstag übergeben werden können.
Für Sonntag, den 27.06.2010, 15:00 ist ein weiteres Aktionspicknick für die Linden geplant! Bei Kaffee und Kuchen hoffen wir auf noch mehr Unterstützer.
Anfragen zum Thema an: karsten.skupin(at)gruene-elbe-weisseritz.de oder imke@erlpeter.net
- Dateien
Unterschriftenliste_Lindenallee_01.pdf501 K
Neun alte oder 22 junge Bäume
Dienstag, 15. Juni 2010
Berichterstatung in den Dresdner Neueste Nachrichten über die Linden am Schlosshnag Pirna, inkl. Kommentar Andreas Fußy, Sprecher des Kreisverbandes.
Rückblick, Picknick - Linden erhalten!
Sonntag, 13. Juni 2010
Bei sonnigen Wetter versammelten sich zeitweise über 30 Unterstützer, die gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna" und dem Grünen Kreisverband ein Aktionspicknick für den Erhalt der Linden am Pirnaer Schlosshang veranstalteten.
Unterstützung erhielten die Bürgerinnen und Bürger u. a. von Johannes Lichdi (MdL) der sich vor Ort selbst ein Bild machte und mit den Anwesenden ins Gespräch kam. Auch Vertreter des BUND´s nahmen am Picknick teil.
Das Picknick bildet den Auftakt der Bürgerinitiative "Lebenswertes Pirna", die sich aktiv für den Erhalt der Linden einsetzen will. In der nächsten Woche finden weitere Planungen statt - eine Unterschriftenaktion ist geplant. Der Kreisverband wird die Bürgerinitiative weiterhin unterstützen und über aktuelle Termine und Aktionen informieren.
Linden sollen bleiben
Mittwoch, 9. Juni 2010
Bündnis 90 - Die Grünen im Landkreis Sächsiche Schweiz-Osterzgebirge fordert die Stadtverwaltung Pirna auf, die alten Linden an der Schlosstreppe zu erhalten.
Die Fällabsicht für die über 100 Jahre alten Linden an der Schlosstreppe von Pirna muss von der Stadtverwaltung aufgegeben werden. Die alten Bäume gehören inzwischen unverzichtbar zum Schlossberg als Gesamtensemble. Sie überschatten den Weg zum Schloss und verleihen ihm einen besonderen Charakter als Flaniermeile für groß und klein. Solche Werte dürfen nicht aufgegeben werden - mit Ersatzpflanzungen ist der derzeitige Zustand in absehbarer Zeit nicht wiederherstellbar.
Der Grünen Kreisverband unterstützt den Protest der Bürgerinnen und Bürger Pirnas gegen die Fällungen und fordert eine Sanierungsplanung mit Erhalt der Bäume, denn laut Gutachten haben die Linden noch mindestens 20 Bestandsjahre.
Die Bürgerinitiative zur Rettung der Bäume lädt alle Interessierten zu einem Picknick am Sonntag, den 13.06.2010 ab 15:00 am Fuße der Schlosstreppe ein. Auch johannes Lichdi (MdL) wird an der Aktion teilnehmen.
Der Kreisverband beteiligt sich am Picknick und bitte Euch um Eure zahlreiche Unterstützung. Wir wollen am Sonntag nochmals unseren Protest gegen diesen Baumfrevel zum Ausdruck bringen. Macht Euch selbst ein Bild von der Lindenallee. Wenn wir nichts unternehmen, fallen auch diese Bäume, wie 65 vor Ihnen, den Kettensägen zum Opfer.
Treff:
Sonntag, 13.6.2010; 15:00, Schlosstreppe - Schloss Sonnenstein (Pirna) - mit Johannes Lichdi (MdL)






















