Solaranlage für Dreifeld-Sporthalle!
Montag, 23. Oktober 2006
Grüne fordern Vorreiterrolle des Kreises beim Einsatz erneuerbarer Energien
Die Grünen im Weißeritzkreis begrüßen die anstehenden Entscheidungen zum Bau der neuen Dreifeld-Sporthalle in Freital. „Es ist mir allerdings unbegreiflich, wie man ein solches Projekt planen kann, ohne sich Gedanken über den Einsatz erneuerbarer Energien Gedanken zu machen“, kritisiert Grünen-Kreisvorsitzender Andreas Warschau die bisher vorgelegten Entwürfe.
„Auf der einen Seite beschließen wir Mehrausgaben für Heizkosten in sechsstelliger Höhe für Einrichtungen des Weißeritzkreises, und andererseits lassen wir die Möglichkeiten ungenutzt, künftig eben solche Mehrkosten zu vermeiden“. Warschau plädiert dafür, nicht nur die Investitions-, sondern auch die Folgekosten bei solchen Entscheidungen zur Grundlage zu machen.
Der vorgesehene Einbau einer Gasheizung ist von allen Möglichkeiten die denkbar Schlechteste. „Die Gaspreise werden weiter steigen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Außerdem erfolgt die Wertschöpung nicht im Weißeritzkreis. Die Heizung sollte wenigstens durch eine solarthermische Anlage ergänzt werden. Die Sporthalle wird eine ideale Südausrichtung haben und ist dadurch für Solarenergie prädestiniert“, weiß Warschau. „Sinnvoll wäre eine Ergänzung z. B. durch eine Holzhackschnitzel-Heizung – den Rohstoff haben wir hier in der Nachbarschaft. Der Landkreis sollte bei seinen Investitionsentscheidungen auch in diesen Fragen eine Vorreiterrolle einnehmen.“
Das Gegenargument der höheren Kosten lässt Warschau nicht gelten. „Die Zusatzinvestition wird sich bei kluger Auslegung der Anlage in wenigen Jahren amortisieren. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit des Contractings.“ Bei dieser Finanzierungsform führt ein Unternehmen (Contractor) die notwendigen Investitionen durch. Seine Aufwendungen lässt es sich durch den Erfolg der Einsparmaßnahmen, also über die reduzierten Energiekosten des Gebäudes, vergüten. Der Gebäudeeigner müsste nicht investieren und trägt kein Risiko.
Im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Vergabe hat sich der Grüne dafür eingesetzt, dass diese Möglichkeiten beim Bau der Freitaler Dreifeld-Sporthalle geprüft werden. „Ich hoffe, dass der Kreistag dieser Intention folgt. Letztendlich würden alle davon profitieren: Der Kreis durch geringere Energiekosten, die Schule durch ein positives Beispiel der klugen Anwendung erneuerbarer Energien – und nicht zuletzt die Umwelt durch eine Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid“, blickt Warschau in die Zukunft.
Siehe auch: Erste CO2-Neutrale Turnhalle in Sachsen: http://www.umwelt.sachsen.de/lfug/eez_11543.html





