„Aus für Windbergarena?“
Mittwoch, 19. März 2008
Grüne: „Lieber Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!“
„Eigentlich kommt man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus, wenn man sich die aktuelle Diskussion um die Freitaler Windbergarena zu Gemüte führt“, so Stephan Trutschler, Vorsitzender der Freitaler Grünen. Seit nunmehr fast zwei Jahren werden hinter mehr oder weniger verschlossenen Türen Sanierungskosten hoch und runtergerechnet, beschäftigen sich Ausschüsse damit und werden Gutachten auf Kosten der Freitaler Steuerzahler erstellt. „Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich an einen Schildbürgerstreich erster Güte erinnert fühlen“, so Trutschler weiter.
Angesichts der nach wie vor unklaren Lage, ob die Sanierungskosten nun, wie verschiedentlich durch Oberbürgermeister Klaus Mättig kolportiert, in Höhe von 5,8 Millionen Euro bis hin zu 7 Millionen Euro oder aber, wie ebenfalls schon mal errechnet, mit rund 14 Mio. Euro zu Buche schlagen, vermag niemand mehr zu sagen. Vor dem Hintergrund, dass die Bewirtschaftungskosten in jedem Fall ein Vielfaches dessen betragen würden, was ein Mittelzentrum wie Freital haushaltstechnisch ertragen könnte, wäre eine Empfehlung des Windbergarena-Sonderausschusses zum Aus als Veranstaltungshaus die „ehrlichste Lösung“.
Sorge bereitet den Grünen nur die unterschwellig geäußerte Begründung für das eventuelle „Aus“ als Kulturstandort, die mit dem Hinweis auf erheblich höhere Fördermittel für Industrieansiedlungen begründet wurde. Unabhängig davon, ob dann Rückzahlungen von bereits geflossenen Fördermitteln auf die Stadt zukämen, befürchtet Trutschler vor allem die Wetterwendigkeit der Rathausspitze. „Wenn in 12 Monaten die Ansiedlung von Straußenfarmen oder Osterhasengehegen überdurchschnittlich gefördert wird, werden wir uns wohl wieder auf eine Neuorientierung in Sachen Windbergarena einstellen müssen“, so der Grünensprecher abschließend.
Rückfragen unter: 0351/3160515 oder 0177/3160515 (S. Trutschler)





