Grüne fordern niedrigeren Gaspreis von FSG
Donnerstag, 6. November 2008
Sinkende Einkaufspreise schnell zur Entlastung von Bürgern und Wirtschaft weitergeben
Betrachtet man mit tränendem Auge die Gasrechnungen der letzten 24 Monate, so fällt vor allem eines auf: die stetige Entwicklung nach oben, die sich immerhin in dieser Zeit auf rund 25 bis 30 Prozent beläuft. „Wir sind weit davon entfernt, der Freitaler Strom und Gas GmbH FSG daraus einen Vorwurf zu machen“, so Stephan Trutschler, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Freital. „Uns allen ist bekannt, dass der Gaspreis aus welchen Gründen auch immer an den Ölpreis gekoppelt ist und der Spielraum für eine moderate Preispolitik deshalb eher schmal ist“, so der Grüne weiter. Allerdings hat sich in den letzten Wochen gerade auf dem Energiemarkt einiges bewegt und während sich der Ölpreis je Barrel im Juli noch bei stolzen 147 Dollar bewegte und zwischenzeitlich sogar mehr als 150 Dollar betrug, pendelt er in der Zwischenzeit bei 58 bis 66 Dollar und ist damit mehr als 50 Prozent billiger, als noch vor wenigen Monaten. Wer allerdings jetzt immer wieder mal neugierig in seinen Briefkasten schaut, um dort ein Schreiben der FSG zu finden, in dem ihm eine deutliche Reduzierung des monatlichen Gasabschlags angekündigt war, der irrt.
„Wir denken, dass es gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, in deren Schat-ten nicht nur die Bürger jeden Cent dreimal umdrehen, sondern auch zahlreiche Firmen mit Kurzarbeit drohen, da stark gestiegene Energiepreise und gleichzeitig nachlassende Auf-tragseingänge sich nicht mehr wirtschaftlich vereinbaren lassen, ein gutes Signal wäre, schnell die sinkenden Einkaufspreise an die Betroffenen weiter zu reichen“, so Trutschler weiter.
Was im Einzelhaushalt 60 bis 100 Euro Ersparnis p/a ausmacht, summiert sich in Energie intensiven Betrieben, wie dem Edelstahlwerk, gleich zu Hunderttausenden Euro. „In beiden Fällen könnte das gesparte Geld in jedem Fall besser angelegt werden, als lediglich in einer weiteren Gewinnmaximierung der FSG“, ist sich der Grüne sicher. „Wir fordern deshalb die Verantwortlichen in Vorstand und Aufsichtsrat der FSG auf, schnell über eine Absenkung der Abschläge nachzudenken und dies nicht erst auf das neue Jahr zu verschieben.“ Die ersten Stadtwerke haben dies bereits erfolgreich vorgemacht, und so sinken die Gaspreise beispiels-weise in Mülheim/Ruhr rückwirkend zum 1.11.08 um 6,7 Prozent, was sich gerade in der Vorweihnachtszeit positiv in den Geldbeuteln der Verbraucher bemerkbar machen dürfte.
Rückfragen unter: 0177/3160515 (S. Trutschler)






