Bau der Hohnsteiner Kindertagesstätte überdenken !
Samstag, 13. Dezember 2008
Mit Erstaunen nehmen die Grünen die Diskussion über die Errichtung einer Mobilfunkanlage auf dem Dach einer ASB-Sozialstation in Hohnstein zur Kenntnis. „Es ist für mich unverständlich, weshalb ausgerechnet ein Sozialverband es zulässt, solch eine Strahlungsquelle auf dem eigenen Haus und zudem noch in der Nähe eines Seniorenheimes sowie eines Wellness-Hotels aufzubauen“, erklärt Kreisverbandsvorsitzender Andreas Warschau. „Besonders schwerwiegend ist für mich die Tatsache, dass außerdem im intensiven Strahlungsbereich nur rund 120 Meter entfernt auch noch eine Kindertagesstätte für 40 Kinder eingerichtet werden soll.“
Einerrseits klage die vom Stadtrat beauftragte Gemeindeverwaltung Hohnstein seit geraumer Zeit auf Grund der möglichen Gesundheitsgefährdung vor Gericht gegen den Aufbau sowie die Inbetriebnahme der Anlage. Andererseits hält der Stadtrat am Entschluss fest, die geplante KiTa an diesem gefährlichen Standort zu bauen.
„Anscheinend weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut. Entweder gibt es eine Gesundheitsgefährdung, dann hat der Kindergarten an dieser Stelle nichts zu suchen, oder es gibt keine Gefährdung, dann braucht man allerdings auch nicht zu klagen“, wundert sich Warschau. „Für uns ist klar, dass eine Kita, wenn überhaupt, dann aber definitiv an einem anderen, nicht strahlenden Standort gebaut werden muss.“
Das renommierte Ecolog-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung, dass sich seit Jahren europaweit mit den Auswirkungen von Mobilfunkstrahlungen beschäftigt, fasst in seiner Studie „Mobilfunk und Gesundheit“ zusammen, dass beim Menschen durchaus nachteilige organische Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder, wie Erhöhung des Krebsrisikos, Schwächungen des Immunsystems und Einflüsse auf das Zentrale Nervensystem nachgewiesen worden sind.






