Grüne bedauern Ablehnung von Bannewitzer Solarpark
Dienstag, 2. Dezember 2008
Warschau: Freiflächen-Anlagen für weitere Grünlandnutzung geeignet
Der Grünen-Kreisverband bedauert die Ablehnung des Gemeinderates Bannewitz, einen Bebauungsplan für einen Solarpark bei Hänichen zu erstellen. „Offenbar waren einige Gemeinderäte über den Charakter eines Solarparkes nicht richtig informiert. Eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bedeutet keinesfalls eine Versieglung der Fläche. Vielmehr ist zwischen den Modulen ohne weiteres eine Grünlandnutzung möglich, wie wir aus vielen anderen Beispielen in Deutschland wissen“, erklärt Kreisverbandsvorsitzender Andreas Warschau. „Solarparks haben zudem den Vorteil, dass unter den Modulen keine Agro-Chemikalien ausgebracht werden, so dass Tiere und Pflanzen dort Rückzugsgebiete haben, die sie in der Agrarlandschaft sonst oft nicht mehr finden“, zählt der Grüne weitere Vorteile auf. „Ich auch keine wesentliche Beeinträchtigung der Landschaft an dieser Stelle erkennen. Genau so abwegig ist der Vergleich mit der Biogasanlage. Deren angebliche Geruchsbelästigung ist bei einer PV-Anlage schon garnicht zu erwarten.“
„Dass der Bannewitzer Gemeinderat angesichts der Herausforderungen in der Energieversorgung die Investition in erneuerbare Energien ausbremst, ist unerträglich. 96 Prozent der Deutschen befürworten den Ausbau erneuerbarer Energien – aber in Bannewitz ist die Zeit stehengeblieben“, ärgert sich Warschau.
„Nach meiner Auffassung sollte sich die Gemeinde Bannewitz an die Planungsaussagen des Regionalplanes Oberes Elbtal-Osterzgebirge halten, zu denen auch der damalige Kreistag des Weißeritzkreises Stellung genommen hatte“, empfiehlt der Grüne. Darin sind Kriterien für naturverträgliche PV-Anlagen festgeschrieben. Dabei sollte auch der „Leitfaden zur Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der Planung von PV-Freiflächenanlagen“ zur Hand genommen werden (siehe Anlage). „Die Auseinandersetzung mit diesen Planungsgrundlagen muss man auch Gemeinderäten zumuten dürfen. Bauchentscheidungen wie die in Bannewitzer Gemeinderat sollten künftig nicht mehr getroffen werden.“






