Obamas Hund ist bekannter als EU
Donnerstag, 14. Mai 2009
Warum ist die Europawahl für die Menschen hier wichtig?
Das Wahlrecht ist eines der höchsten demokratischen Güter, die wir haben. Außerdem steht ja auch eine Auswahl an. Die Menschen müssen entscheiden, ob sie mehr soziale Gerechtigkeit und Ökologie haben wollen oder ob sich weiterhin marktradikale Positionen durchsetzen können. Außerdem sind Krisen wie die derzeitige global. Gemeinsam können wir diesen Problemen besser begegnen.
Wie kann der EU-Gedanke vor Ort besser verankert werden?
Der Hund des amerikanischen Präsidenten ist bekannter, als das, was bei der EU läuft. Wir müssen hier die Befangenheit überwinden. Zum Beispiel mit Jugendaustauschprogrammen. Mit solchen Begegnungen stabilisieren wir Europa.
Wie kann Europa regionale Initiativen, wie das Kulturbüro oder die Aktion Zivilcourage unterstützen?
Es gibt eine ganze Reihe von Förderprogrammen, die die Zusammenarbeit von grenzüberschreitenden Initiativen unterstützen. Wichtig ist, dass sich diese Förderung verstetigt. Deren Kurzfristigkeit ist ein Widerspruch. Die Unterstützung ist langfristig notwendig. Hier müssen zwischen Brüssel und der Landesregierung neue Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Gespräch: Alexander Müller
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Freitag, 15. Mai 2009






