Wintersportkarawane wird weiter ziehen – Bäume sind weg
Mittwoch, 3. Juni 2009
Grüne kritisieren „Kompromiss“ zu Wintersportanlagen als wenig zukunftsträchtig
„Wenn Bäume schon in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde als störende Hindernisse bezeichnet werden, sehe ich schwarz für dieZukunft“, ist Grünen-Kreissprecher Andreas Warschau empört. „Die Entscheidung, auf der Rehefelder Skipiste Bäume zu fällen, kann ich keinesfalls als Kompromiss erkennen. Vielmehr gerät hier mit dem Segen des sogenannten Umweltministers wieder einmal die Umwelt unter die Räder.“
Die Grünen kritisieren, dass im Interesse des Wintersportes ökologische Belange immer wieder vernachlässigt werden. „Mich würde wirklich mal interessieren, in welchem Umfang Flächen für den Wintersport in den letzten Jahren versiegelt und Bäume gefällt worden sind. Von der eigentlich vorgeschriebenen Entsiegelung der ehemaligen Grenzzollanlage Zinn-wald redet auch keiner mehr – die wird dann kurzerhand als Parkplatz für Wintersportler um-deklariert“, stellt Warschau fest. „Die Wintersportkarawane wird aber weiter ziehen, wenn die Folgen des Klimawandels voll durchschlagen, und wir haben nichts Besseres zu tun, als für das kurzfristige Vergnügen an wenigen Wintertagen im Jahr Bäume abzuholzen und Wald-ege zu befestigen.“
Dem Tourismus in der Region werde damit allenfalls kurzfristig geholfen. „Langfristig wäre das Erzgebirge als eine Region für naturnahen Tourismus und Altenberg als Sommerfrische für hitzegeplagte Städter zu entwickeln. Diesen Weg verbauen wir uns mit den jüngsten Entscheidungen gerade wieder“, beklagt der Grünen-Kreissprecher.





