Regionalplan muss Herausforderungen des Klimawandels gerecht werden!
Donnerstag, 26. November 2009
Grüne begrüßen Ablehnung der restriktiven Ziele bei Windenergie
Grünen-Kreisvorsitzender Andreas Warschau sieht sich in der teilweise ablehnenden Haltung des sächsischen Innenministeriums zur Windenergie im Regionalplan Oberes Elbtal-Osterzgebirge bestätigt. (Sächsische Zeitung, Wirtschaftsteil 26. 09.2009, S. 29)
„Es ist eine späte Genugtuung, dass das Innenministerium die formulierten Ziele zur Windenergienutzung für zu restriktiv hält. Ich hatte bereits im Oktober 2007 als einziger eine Reihe von Anträgen zum Regionalplan in den Kreistag des damaligen Weißeritzkreises eingebracht. Leider war mir von fast allen anderen Kreisräten nur Ignoranz entgegengeschlagen“, erinnert sich der ehemalige Grünen-Kreisrat. Die im Planungsentwurf vorgesehenen Einschränkungen zur Windenergie hätten nicht nur dazu geführt, dass keine neuen Windenergie-Standorte im Planungsgebiet gebaut werden können. Sie hätten auch die bestehenden Standorte gefährdet und damit das sogenannte „Repowering“, das heißt den Ersatz alter Windenergieanlagen mit effizienteren neuen ausgeschlossen.
„Dem Innenministerium ist offenbar bewusst geworden, dass man mit einer solchen Herangehensweise nicht einmal die relativ unambitionierten landesplanerischen Ausbauziele für erneuerbare Energien erfüllen kann“, ist sich Warschau sicher. „Der Planungsverband sollte nunmehr schnellstens seine Hausaufgaben machen und auch im Bereich der erneuerbaren Energien regionale Ziele festschreiben, die den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels und der Endlichkeit der fossilen und atomaren Energie-Ressourcen gerecht werden“, fordert der Grüne.
„Ich halte daran fest, dass bis Ende 2020 der Endenergiebedarf für die Region mindestens zu 30 Prozent aus erneuerbaren Energien befriedigt wird. Das ist schon ein Kompromiss. Die Ausweisung als Bioenergieregion könnte Ansporn sein, möglichst schnell eine hundertprozentige Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen und mit regionaler Wertschöpfung zu erreichen“, ist Warschau überzeugt.
Der Regionalplan-Entwurf liegt seit dem 19. November auf den Landratsämtern zur kostenlosen Einsicht aus. „ Die Regionalplanung wird als ein entscheidendes Steuerungsinstrument der Politik leider zu oft unterschätzt. Die Bürger sollten von der Möglichkeit der Einsichtnahme Gebrauch machen und ihre Anmerkungen und Widersprüche dazu formulieren, damit diese dann in der weiteren Fortschreibung mit einbezogen werden können“, rät Warschau.






