Gentechnik den Fachleuten überlassen ist ein Schlag gegen den Verbraucherschutz
Dienstag, 29. Juni 2010
Grüne im Kreis kritisieren die mehrheitliche Ablehnung des Antrages der Fraktion SPD/Grüne zum freiwilligen Bekenntnis der Landwirte für eine gentechnikfreie Pflanzenproduktion. „So schön unser Landkreis auch ist, manchmal wünsche ich mir in der Chemnitzer Region zu leben. Dort sind Kommunalpolitiker ein ganzes Stück weiter. So beschloss der Chemnitzer Stadtrat mehrheitlich bereits im März 2007, mit allen landwirtschaftlichen Grundbesitzern und auf dem Gebiet der Stadt tätigen Landwirten den Verzicht auf Einsatz und Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) über das Instrument der freiwilligen Selbstverpflichtung eine gentechnikfreie Region zu vereinbaren“, so Ines Kummer, Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen.
Die Fraktionen von CDU, FDP und Freien Wählern im Kreistag sollten ein deutliches Zeichen für den Verbraucherschutz setzen, da die Mehrheit der Bevölkerung starke Vorbehalte gegen Gentechnik hat. Gentechnik ist noch mit zu vielen Risiken behaftet, die zuerst ausgeräumt werden müssen. Dieses nur Fachleuten und Landwirten zu überlassen, ist das falsche Signal. Erst der politische Wille wird auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern können.
Wie verantwortungsbewusst die Stadt Chemnitz mit Verbraucherschutz umgeht zeigt auch ein weiterer Teil des o.g. Beschlusses. In ihren Einrichtungen (Kindertagesstätten, Horte, Schulen, kommunalen Unternehmen) trägt sie dafür Sorge, dass nur gentechnikfreie Lebensmittel angeboten werden. „Das ist Verbraucherschutz, wie es die Zeit erfordert. Außerdem helfen wir damit den Ökolandbauern und -erzeugern aus der Region“, so Kummer abschließend.






