Atomenergie in der Sackgasse - Stadtwerke müssen auf Atomstromanteil verzichten

Freitag, 25. März 2011

Andreas Fußy - Sprecher des Kreisverbandes

Das Unglück von Fukushima macht einmal mehr deutlich, dass die angebliche Brückentechnologie der Atomkraft, eine Technologie voller Unberechenbarkeiten und Gefahren ist. Deshalb gibt es keinen Grund, sich dieser Technologie weiter auszuliefern.

Ein Ausstieg aus der Atomkraft, den die Grünen seit Beginn ihrer Gründung fordern, muss rasch vollzogen werden. „Ein schneller Ausstieg gelingt dann, wenn sich sowohl die Zahl der Atomstromabnehmer als auch der Atomstromanbieter reduziert, ob nun Privatkunden, Stadtwerke oder Industriebetriebe. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass Deutschland bis 2015 komplett aus der Atomenergie ausgestiegen ist.“ sagt Andreas Fußy, Sprecher des grünen Kreisverbandes. „Ein deutliches Signal für diesen Ausstieg wäre der Verzicht auf Atomstrom bei den Freitaler und Pirnaer Stadtwerken“ so Andreas Fußy und fährt fort „Dieser Ausstieg wäre ökologisch und ökonomisch sinnvoll und dringend notwendig“

„Ein Verzicht auf Atomstrom würde zudem die regionale Wertschöpfung fördern, jede neue Photovoltaik-Anlage oder Windkraftanlage sichert bereits vorhandene und schafft neue Arbeitsplätze bei Handwerkern, Zulieferern und Herstellern in unserem Landkreis“ so Fußy weiter. Strom aus erneuerbaren Energien ist nicht unbedingt teurer, als konventionell erzeugter Strom. Schon heute gibt es Öko-Stromanbieter, wo die Kwh-Strom nur 21,25 Cent kostet und 1,25 Cent von jeder verbrauchten kWh werden in neue Anlagen zur Ökostromerzeugung reinvestiert.

„Wenn der politische Wille da ist, ist es auch möglich, die Atomstromanteile der Stadtwerke sofort durch erneuerbare Energien zu ersetzen, so Fußy abschließend.“

Hintergrund: Der Anteil des Atomstroms bei den Freitaler Stadtwerken beträgt mit Stand Ende 2009 17,5 %. Der Anteil des Atomstroms bei den Pirnaer Stadtwerken mit gleichem Stand 16,3 %.