Baumfälldiskussion in Pirna

Donnerstag, 21. Juli 2011

Verstümmelungen von Bäumen wie hier am Schlosshang können wir Grüne nicht dulden

„Der Stadtverband Pirna von Bündnis 90/Die Grünen lehnt eine umfassende Kappung, Fällung oder gar Rodung der Bäume am Schlosshang ab. Der Wald am Schlosshang hat für Pirna eine wichtig Funktion als Erholungsort, der durch einen massiven Eingriff verloren gehen würde.“ sagt Hannes Merz der Sprecher der Pirnaer Bündnisgrünen.

Es ist zweifelsohne notwendig den Cannaletto-Blick bei der Betrachtung des Schlosses und des Schlosshanges immer vor Augen zu haben. Nur steht eine Bewaldung des Schlosshanges dem Cannaletto-Blick nicht entgegen.

„Wir hören seid der Diskussion um die Schlossberglinden immer wieder empörte Anmerkungen von Bürgerinnen und Bürgern, Bäume würden in Pirna nur noch als störend empfunden und man stelle sich in dieser Stadt nicht mehr die Frage wie man Bäume im öffentlichen Raum erhalten könne, sondern es ginge nur noch darum wie man sie möglichst schnell weg bekommt.“ gibt Hannes Merz zu bedenken und fährt fort: „Wir wollen diese Meinungen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und sprechen uns deshalb dafür aus, wenn es um Baumfällung oder Baumkappungen geht die Sache sehr differenziert zu betrachten.“

In Hinsicht auf den Schlosshang heißt das für den Bündnisgrünen Stadtverband, man kann durchaus darüber diskutieren ob an der Aussicht am Mädelgraben einzelne Bäume gekappt werden können, um eine gute Sicht in Elbtal zu haben. Oder an einer oder zwei Stellen Sichtachsen zur Elbe bzw. zum Schloss herzustellen. Außerdem müsste bei einer Umgestaltung des Schlosshangs auch ein Augenmerk auf die Reparatur und Rekonstruktion der Wanderweg gelegt werden.

Auf einem anderen Blatt steht die Neugestaltung des Schlosshangs auf Höhe der Gedenkstätte, die dort vorgelegten Pläne für einen Erinnerungs- und Gedenkort wird von den Pirnaer Bündnisgrünen vorbehaltlos unterstützt, auch wenn sie mit Baumfällungen verbunden sind.

„Um zum Abschluss noch einmal grundsätzlicher zu werden, wenn wirklich beabsichtigt ist am Schlossberg Bäume zu fällen, müssen im Vorfeld die natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen korrekt durchgeführt werden. Gutachten, wie im Falle der beiden Schlossberglinden, die  nicht die fachlichen und rechtlichen Mindestanforderungen erfüllen, sind inakzeptabel und nicht zuletzt peinlich für das Ansehen der Stadt Pirna.“ sagt Hannes Merz zum Abschluss.