Grüne wollen Arge behalten

Dienstag, 24. August 2010

Grüne wollen Arge behalten


Aus Sicht der Partei kann der Landkreis allein Hartz-IV-Empfänger nicht besser betreuen.

Vizelandrat Peter Darmstadt hat es während der von der Kreistagsfraktion SPD/Grüne organisierten Diskussionsveranstaltung zur Zukunft der Betreuung von Hartz-IV-Empfängern gesagt: Der Landkreis favorisiert das Modell der Optionskommune, sprich, er will die Betreuung der Langzeitarbeitslosen selbst übernehmen. „Damit hat er die Katze aus dem Sack gelassen“, sagt Karsten Skupin, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen. Seine Partei kritisiere diese Haltung aufs Schärfste: „Warum Bewährtes aufgeben und unnötiges Risiko eingehen“, fragt Skupin. Sowohl Vertreter der Arge, als auch des Gewerkschaftsbundes haben sich in der Diskussionsrunde für die bestehende Betreuung der Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen, für die Betreuung aus einer Hand.

Aus Sicht der Grünen gibt es weitere Punkte, die gegen eine Veränderung sprechen: Es würde neue Technik benötigt, die Unterbringung und Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter sei nicht geklärt, und vor allem kämen auf die Hartz-IV-Empfänger wieder organisatorische Veränderungen zu. Für Arbeitslose und Arbeitgeber gebe es nicht einen, sondern mehrere Ansprechpartner. Welche Vorteile soll das bringen, fragen die Grünen. (SZ)