„Kein Prestigebauobjekt - Großfinanzamt“

Montag, 2. August 2010

Pressemitteilung

"Kein Prestigebauobjekt - Großfinanzamt"

Die Grünen plädieren auf jeden Fall dafür, dass auch am unterlegenen Standort ein Ansprechpartner für die Bürger vorhanden sein muss. Ein Bürgerbüro sollte hierfür eingerichtet werden. Auch werfen die Grünen den Vorschlag ein, ebenfalls in Dippoldiswalde und Sebnitz eine solche Ansprechstelle einzurichten. "In allen 4 Kreisstätten gibt es bereits Bürgerbüros des Landratsamtes. Es sollte geprüft werden - ob nicht eine Kooperation zwischen Landratsamt und Finanzamt, bezüglich gemeinsamer Bürgerbüros, möglich ist", führt Maria Giesing weiter aus.

Für die Grünen steht auch fest, dass ein zukünftiges Großfinanzamt nicht ein neues Prestigebauobjekt werden darf. Deshalb schlagen die Grünen vor, ungenutzte Immobilien wiederzubeleben. Der Vorschlag von Oberbürgermeister Mättig, in Freital die alte Lederfabrik an der Poisentalstraße zu nutzen, stößt hierbei auf Zustimmung. Auch für einen möglichen Standort Pirna hätten die Grünen eine Idee. So werden die Gebäude des Landratsamtes auf der Zehistaer Straße mit Umzug nach Schloss Sonnenstein frei und könnten nach Umbau sinnvoll genutzt werden.

Die Grünen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fordern bei der Debatte um den zukünftigen Standort des Großfinanzamtes, mit mehr Augenmaß vorzugehen. Das die Finanzämter Freital und Pirna zusammengelegt werden sollen, lässt sich nach Ansicht der Grünen nicht verhindern. "Es ist auch richtig Kapazitäten zu bündeln und die Finanzverwaltung effizienter und kostengünstiger zu gestalten", so die Kreisvorsitzende Maria Giesing. "Allerdings dürfen die Bürger, die hier Dienstleistungsempfänger sind, nicht vergessen werden. Momentan wird der Eindruck erweckt, dass sowohl Freitals Oberbürgermeister Mättig, als auch Bürgermeister Flörke aus Pirna, in einen Wettkampf um den Standort des Finanzamtes verfallen."