Bündnis 90/Die Grünen Pirna gründen Arbeitsgruppen für Pirnaer Anliegen und diskutiert Risiken des IPO für Mensch und Natur

Wir als Bündnis 90/Die Grünen Pirna haben das neue Jahr 2019 mit einem Mitgliedertreffen am Donnerstag, 03. Januar 2019, begonnen. Auf unserer Tagesordnung standen Themen, die die Stadt Pirna und ihre Ortsteilen betreffen. So haben wir über die schwierige Busanbindung zwischen der Pirnaer Altstadt und entfernteren Stadt-teilen wie Graupa oder Rottwerndorf nach 20 Uhr gesprochen. Die Graupaer und Rott-werndorfer Grünen berichteten, dass sie nach Veranstaltungen in der Innenstadt ohne eigenes Auto nicht nach Hause kämen. Mögliche Lösungen haben wir disku-tiert, unter anderem eine Erweiterung der Fahrstrecke des Citybus in der Pirnaer Alt-stadt oder ein energisches Auftreten der Stadt gegenüber den örtlichen Verkehrsbe-trieben, um eine bessere Anbindung für außenliegende Ortsteile zu erreichen. Wir gründeten eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, mögliche Lösungen für solche Verkehrs-anliegen zu erarbeiten. Daneben besprachen wir auch mögliche Projekte zur Ver-schönerung von Pirna, wie bspw. ein besserer Baumschutz sowie die Möglichkeit von Urban Gardening auf öffentlichen Grünflächen in der Stadt. Wir haben auch hierfür und für Themen wie Bildung, Teilhabe in der Stadt und Sicherheit Arbeitsgruppen gebildet. Unser Ziel ist, Ideen für ein lebenswerteres Pirna zu entwickeln.


Ein weiteres zentrales Thema unseres Treffens war erneut der Industriepark Oberelbe (IPO).

Wir verwiesen auf die naive Vorstellung bei der Planung, durch einfache Bohrungen sei besser zu erkennen, ob die Böden genug Waser auffangen könnten. Man verdeut-lichte, dass gerade die zunehmenden Wetterextreme wie Dürrezeiten und dazwi-schen auftretender Starkregen eine Gefahr darstelle. Einfache Bohrungen können das Risiko nicht vollends abschätzen lassen. Den Hinweis auf eine geringe Abdich-tung der Flächen trotz Betonierung und Gebäuden seitens der Planer lehnen wir ab. Hier möchten die Planer den Pirnaern vorgaukeln, dass dort entstehende Industrie-gebäude scheinbar in der Luft schwebten. Anders können wir uns die angeblich ge-ringe Versiegelung des Bodens nicht erklären. Das Staatsziel der Sächsischen Landesregierung als auch das Klimaschutzkonzept der Stadt Pirna sieht vor, weniger Flächen völlig zu abzudichten. Wir sehen mit den Planungen des IPO jedoch beides nicht erfüllt und eine Gefahr für die Menschen in Krebs, Zuschendorf und Zehista. Daneben sehen wir weiterhin Risiken für den bestehenden Lebensraum von Tieren und Pflanzen im Eulengrund, einem geschützten Flora-Fauna-Habitat. Licht, Lärm und die bestehenden Probleme beim Auffang des Regenwassers drohen den dort le-benden Arten. Auch verwiesen wir auf die Vernichtung der dortigen Landschaft durch das Vorhaben. In dortigen Region finden viele Familien beim Spaziergang oder dem Gang mit dem Hund Erholung. Von Kohlberg aus ergibt sich zudem bisher ein wunderbarer Ausblick auf die heimatliche Landschaft. Der IPO nimmt sowohl die Möglichkeit der Erholung als auch den landschaftlichen Blick.

Nino Haustein, Sprecher Stadtverband Bündnis90/Die Grünen Pirna