Förderung von Personalkosten im Tierheim Freital endlich ermöglichen! − GRÜNE wollen jährlich 1,2 Millionen Euro im Landeshaushalt für Tierheime bereitstellen

Zschocke: Um höhere Folgekosten zu vermeiden, ist es sinnvoll, das bewährte System der Tierschutzvereine in Sachsen jetzt zu stabilisieren

Die Finanzierung von Personalkosten der Tierheime gehört zu den existenziellen Fragen von Tierschutzvereinen. Das haben viele Trägervereine wie zum Beispiel vom Tierheim Freital konkret dargestellt. Auch wenn die Tierschutzvereine von den vertraglich gebundenen Kommunen eine pauschale für die Fundtiere bekommen, reicht diese Pauschale definitiv nie aus, um die Kosten in der Einrichtung zu decken. Die Vereine brauchen daher eine dauerhafte und vor allen Dingen planbare Förderung der Personalkosten.
Diese Kosten werden bisher weder vom Freistaat, noch von den Kommunen gefördert.


Diesen Zustand will die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag beenden. Sie will bei mit jährlich 1,2 Millionen Euro eine Fördermöglichkeit des Landes für Personalkosten in Tierheimen schaffen.

Volkmar Zschocke, tierschutzpolitischer Sprecher der Fraktion, begründet den Vorstoß:

"Vereinsbetriebene Tierheime funktionieren nur durch viele engagierte Ehrenamtliche. Sie können aber nicht komplett ehrenamtlich betrieben werden. 365 Tage im Jahr die Verantwortung für eine Einrichtung zu tragen, erfordert qualifiziertes Personal. Das Management solcher Einrichtungen ist aufwändig. Die Organisationsaufgaben, der komplexe Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand bei Verträgen zur Aufnahme und Abgabe, Anleitung und Koordination von Helferinnen und Helfern können nicht im Ehrenamt bewältigt werden. Dazu kommen steigende fachliche Anforderungen bei der Tierpflege."

"Die derzeitigen Förderungen decken die laufenden Kosten nur zu einem geringen Teil ab. Die Kostenerstattungen durch die Kommunen reichen bei weitem nicht aus. Das haben mir viele Vereine konkret dargestellt. Die größte Sorge der Tierschutzvereine sind die Personalkosten. Wenn deswegen die bestehende Vereinsstruktur im Tierschutz zusammenbricht, müssen die Leistungen mit hohen Folgekosten durch die öffentliche Hand erbracht werden. Das kann niemand wollen. Deshalb ist es auch haushaltspolitisch sinnvoll, das bewährte System der Tierschutzvereine in Sachsen jetzt zu stabilisieren."


Bereits mehrfach versuchte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die entsprechende Förderrichtlinie des Freistaates zu ändern: "Das ständige Abwiegeln der Abgeordneten von CDU und SPD mit Verweis auf die Finanzierungszuständigkeit der Kommunen akzeptieren wir GRÜNEN nicht. Die Tierheime haben nichts von diesem jahrelangen Schwarze-Peter-Spiel. Tierschutz ist Staatsziel und deshalb lassen wir hier nicht locker."


>> Haushaltsantrag der GRÜNEN-Fraktion:

https://www.gruene-fraktion-sachsen.de/fileadmin/user_upload/Aenderungsantraege/AEA_Haushalt_Tierschutz.pdf