Zu den jüngsten Vorgängen um Grenzkriminalität in Sebnitz-Hertigswalde äußert sich Claus Krüger:

Wenn nicht mehr nur Polizeipräsenz und Sicherheit gefordert werden, wenn gesagt wird, dass die Hertigswalder alle Angst hätten vor Verbrechen, wenn Tschechen pauschal als Verbrecher bezeichnet werden, dann kann man das nicht mehr hinnehmen.

Die Kampagne der Initiatoren der Petition für mehr Sicherheit in Sebnitz hat inzwischen ein unerträgliches Maß an Fremdenfeindlichkeit erreicht. Mit solchen Äusserungen wie „Hertigswalder haben Angst, dass Tschechen Häuser kaufen, um darin Diebesgut zu verstecken“, werden Ängste geschürt und unsere Nachbarn generell verdächtigt kriminell zu sein.

 

 

Auf dem Boden solcher geschürten Ängste wächst Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Die Probleme der Grenzkriminalität sind nur europäisch und gemeinsam mit unseren Nachbarn lösbar. Auch die Wiedereinrichtung von Grenzsperren ist auf Dauer kein Mittel. Wir sollten begreifen, dass wir diesseits und jenseits der Grenze in einem geeinten Europa leben in dem Freiheit, Solidarität, Tolerenz und Menschenwürde die Werte sind.

Es hat lange gedauert, zwei Kriege und Millionen von Menschenopfer gekostet bis sich der Gedanke der Verständigung durchgesetzt hat. In den letzten Tagen wurden wir mit dem Holcoustgedenktag und an fünfzig Jahre deutsch-französischen Freundschaft wieder daran erinnert.

 

Claus Krüger

Kreisrat (GRÜNE)

Grünen Kreisrat Claus Krüger

Wenn nicht mehr nur Polizeipräsenz und Sicherheit gefordert werden, wenn gesagt wird, dass die Hertigswalder alle Angst hätten vor Verbrechen, wenn Tschechen pauschal als Verbrecher bezeichnet werden, dann kann man das nicht mehr hinnehmen.
Die Kampagne der Initiatoren der Petition für mehr Sicherheit in Sebnitz hat inzwischen ein unerträgliches Maß an Fremdenfeindlichkeit erreicht. Mit solchen Äusserungen wie „Hertigswalder haben Angst, dass Tschechen Häuser kaufen, um darin Diebesgut zu verstecken“, werden Ängste geschürt und unsere Nachbarn generell verdächtigt kriminell zu sein.


Auf dem Boden solcher geschürten Ängste wächst Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit. Die Probleme der Grenzkriminalität sind nur europäisch und gemeinsam mit unseren Nachbarn lösbar. Auch die Wiedereinrichtung von Grenzsperren ist auf Dauer kein Mittel. Wir sollten begreifen, dass wir diesseits und jenseits der Grenze in einem geeinten Europa leben in dem Freiheit, Solidarität, Tolerenz und Menschenwürde die Werte sind.
Es hat lange gedauert, zwei Kriege und Millionen von Menschenopfer gekostet bis sich der Gedanke der Verständigung durchgesetzt hat. In den letzten Tagen wurden wir mit dem Holcoustgedenktag und an fünfzig Jahre deutsch-französischen Freundschaft wieder daran erinnert.

Claus Krüger
Kreisrat (GRÜNE)