GRÜNE: Radweg an der S161 einrichten!

Meier: Der Radwegebau bleibt offenbar ein ungeliebtes Kind der Straßenbauverwaltung – Wirtschaftsminister Dulig muss eingreifen

Dresden. Nachdem schon beim Rückbau der ehemaligen Rennstrecke auf der Staatsstraße S 163 bei Hohburkersdorf der zur Verfügung stehende Straßenrand nicht zum Neubau eines Radwegs genutzt wurde, droht nun der gleiche Fehler beim geplanten Rückbau an der S 161 zwischen Stürza und Heeselicht (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge).

Dies erfuhr die Landtagsabgeordnete Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, durch die Antworten von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf zwei Kleine Anfragen im Landtag.

"Der Radwegebau bleibt offenbar ein ungeliebtes Kind der sächsischen Straßenbauverwaltung. Wer das Radfahren auf dem Land schnell sicherer machen will, muss Kreativität ermöglichen und pragmatische Lösungen finden. Hier muss Minister Dulig eingreifen!", fordert Meier. "Noch ist es für die Einrichtung eines Radwegs an der Staatstraße S 161 nicht zu spät. Vor dem anvisierten Baubeginn Anfang 2020 muss das Projekt neu geplant werden. Auch Behörden machen Fehler. Aber es darf doch nicht genau der gleiche Fehler erneut gemacht werden!"

"Trotz vielfältiger Hinweise von engagierten Bürgern und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hatte das Landesamt für Straßenbau stur seinen Plan an der S 163 durchgezogen", beklagt die Abgeordnete. "Weil der Radweg in der Radverkehrskonzeption Sachsen mit der Kategorie C eine zu niedrige Priorität hatte, wurde die Straße im Jahr 2017 zwischen dem Abzweig Stürza und Hohburkersdorf von ehemals zehn Meter auf sieben Meter Breite zurückgebaut. Dabei wären die verbliebenen drei Meter für den richtlinienkonformen Anbau eines mit Leitplanken abgegrenzten Radwegs ausreichend gewesen."

"Die Prioritätsliste der Radverkehrskonzeption darf doch nicht verhindern, dass ein Radweg gebaut wird, wenn dies ohne großen Mehraufwand möglich ist", appelliert Meier an die Weitsicht der Verantwortlichen. "Später nach dem abgeschlossenen Rückbau der Straße einen Radweg zu ergänzen, ist nur mit deutlich größerem Aufwand und Kosten sowie erneuten Beeinträchtigungen verbunden."

 

Weitere Informationen:

>> Antwort von Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf die Kleine Anfrage der Landtagsabgeordnete Katja Meier (GRÜNE) 'Nutzung von Leitplanken zur Schaffung eines Radwegs beim Rückbau der S161/163; Bürgerbeteiligung Radverkehrskonzeption' (Drs 6/17903): http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=17916&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=&dok_id=257600

>> Antwort des Wirtschaftsministeriums auf die Kleine Anfrage der Landtagsabgeordnete Katja Meier (GRÜNE) 'Bedarf für die Errichtung eines staatsstraßenbegleitenden Radweges entlang der S 161 zwischen Stürza und Heeselicht (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge)'  (Drs 6/17281):

>> Ergebnisse der Bedarfsprüfung Radwege (Im Rahmen der  Radverkehrskonzeption) an Staatsstraßen im Freistaat Sachsen 2014